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Neue Zollpolitik Thailands für Aluminiumlegierungen nach China: Industriespiel und Ausweg aus Handelshemmnissen

Aufrufe: 0     Autor: Site-Editor Veröffentlichungszeit: 26.01.2026 Herkunft: Website

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Thailands Handelspolitik gegenüber Chinas Aluminiumlegierungsprodukten unterliegt tiefgreifenden Anpassungen, wobei die neu angekündigten Antidumpingzölle im November 2025 der bemerkenswerteste politische Schritt der letzten Zeit sind. Diese Politik verändert nicht nur direkt die Handelslandschaft der Aluminiumindustrie zwischen China und Thailand, sondern spiegelt auch die typischen Gegenmaßnahmen wider, die südostasiatische Länder als Reaktion auf Chinas Produktionsvorteile ergreifen.




01 Politikpanorama

Thailands politischer Rahmen für Chinas Aluminiumlegierungsprodukte hat sich von einfachen Zollanpassungen zu einem mehrstufigen Handelskontrollsystem entwickelt. Als Kernmaßnahme wurden schließlich im November 2025 Antidumpingzölle mit unterschiedlichen Sätzen zwischen 5,12 % und 21,94 % auf Chinas Aluminiumstrangpresserzeugnisse eingeführt. Dies stellt eine weitere erhebliche Handelsbeschränkung dar, die Thailand nach der Einführung zusätzlicher Schutzzölle auf bestimmte Aluminiumprodukte im Jahr 2021 ergriffen hat.

Zusätzlich zu den Antidumpingmaßnahmen werden auch die Zollverfahren Thailands kontinuierlich angepasst. Gemäß den neuesten Anforderungen des thailändischen Zolls wurde die Zollfreigrenze für Waren mit geringem Wert mit Wirkung zum 1. Januar 2026 abgeschafft. Dies bedeutet, dass selbst kleine Importe von Aluminiumlegierungen nun einer Gesamtsteuer von mindestens 17 % (bestehend aus Zoll und Mehrwertsteuer) unterliegen, wobei gleichzeitig der Kontrollsatz auf 30 % erhöht wird.

02 Steuersystem

Thailand hat eine mehrschichtige Zollstruktur für Aluminiumlegierungen aus China eingeführt, bestehend aus „Grundzoll + Antidumpingzoll + Mehrwertsteuer“. Was die Grundzölle betrifft, so können gemäß dem China-ASEAN-Freihandelsabkommen Aluminiumlegierungsprodukte, die den Ursprungsregeln entsprechen (Formular-E-Zertifikat), eine zollfreie Behandlung genießen, was die Hauptgrundlage für den chinesisch-thailändischen Aluminiumhandel darstellt. Diese Präferenz wird jedoch teilweise durch Antidumpingzölle ausgeglichen, wobei der Antidumpingsatz je nach Hersteller variiert und bis zu 21,94 % beträgt. Darüber hinaus unterliegen alle importierten Waren einer Mehrwertsteuer von 7 %, die auf der Grundlage des CIF-Preises zuzüglich Zöllen berechnet wird.

03 Auswirkungen auf die Branche

Thailands überarbeitete Handelspolitik für Aluminiumlegierungen mit China verändert die Lieferkettenlandschaft der bilateralen Aluminiumindustrie. Die direkten Auswirkungen spiegeln sich hauptsächlich in erhöhten Kosten und Veränderungen im Handelsvolumen wider. Die durchschnittlichen Exportkosten chinesischer Aluminium-Strangpressmaterialien nach Thailand sind um 8–15 % gestiegen, was die preisliche Wettbewerbsfähigkeit direkt schwächt und dazu führt, dass einige Aufträge in Nachbarländer wie Vietnam und Malaysia verlagert werden.

Die Antidumpingzölle zielen auf Produkte der HS-Codes 7604 (Stangen, Profile und Sonderformprofile aus Aluminium) und 7610 (Bauteile aus Aluminium) ab und betreffen vor allem Bauprofile, Industriealuminiumprofile und bestimmte Baualuminiumbleche, wobei Baualuminiumprofile am stärksten betroffen sind.

04 Bewältigungsstrategie

Angesichts der Handelshemmnisse Thailands suchen chinesische Aluminiumunternehmen mit verschiedenen Ansätzen nach Lösungen.

Die Diversifizierung des Marktes ist zur bevorzugten Strategie geworden, da viele Unternehmen ihren Fokus auf Schwellenmärkte wie den Nahen Osten, Afrika und Südamerika verlagern und gleichzeitig ihre Exporte in andere ASEAN-Länder wie Vietnam und Indonesien steigern. In diesen Regionen gibt es entweder keine vergleichbaren oder relativ milde Handelsbeschränkungen.

Die Lokalisierung der Lieferkette ist eine tiefer gehende Antwort. Einige chinesische Aluminiumunternehmen erwägen bereits die Errichtung von Verarbeitungsbetrieben in Thailand oder Nachbarländern, um Halbfabrikate zur Endverarbeitung vor Ort zu exportieren und so Antidumpingzölle auf Fertigprodukte zu vermeiden. Diese Art der „Vermeidungsinvestition“ entwickelt sich in Südostasien zum Trend.

05 Compliance-Punkte

Unter dem neuen politischen Umfeld in Thailand ist Compliance-Management zu einer Überlebensfähigkeit geworden, die chinesische Aluminiumunternehmen beherrschen müssen.

Die Verwaltung des Formulars E ist für Zollverfahren von grundlegender Bedeutung. Um sich für die zollfreie Behandlung zu qualifizieren, müssen Unternehmen sicherstellen, dass ihre Produktursprungsstandards dem China-ASEAN-Freihandelsabkommen entsprechen, einschließlich der Erfüllung wichtiger Kriterien wie einer regionalen Wertkomponente von mindestens 40 %.

Was Antidumpingzölle betrifft, müssen chinesische Unternehmen vollständige Verteidigungsmaterialien vorbereiten, einschließlich Produktionskostendaten, Inlandsverkaufspreisen und detaillierten Exportpreisen nach Thailand. Aktive Verteidigung kann dazu beitragen, niedrigere individuelle Zollsätze anstelle der höchsten allgemeinen Zollsätze zu erreichen.


Zusammenfassung

Thailands Antidumpingmaßnahmen für Aluminiumlegierungen sind kein Einzelfall, sondern ein richtungsweisender Schritt südostasiatischer Fertigungsländer zum Schutz ihrer heimischen Industrien. Auch die Wahlmöglichkeiten, vor denen Chinas Aluminiumunternehmen stehen, sind deutlich geworden: Entweder sie behalten ihren Marktanteil durch Produktverbesserungen innerhalb des Compliance-Rahmens oder sie verlagern Produktionskapazitäten in Drittländer, um indirekt in den thailändischen Markt einzutreten, oder sie verlagern sich vollständig in Schwellenländer. Wer den besten Weg zwischen politischen Beschränkungen und Marktchancen findet, wird in der Welle der groß angelegten Entwicklung der Aluminiumindustrie in Südostasien eine günstige Position einnehmen.


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